Dienstag, 1. Januar 2019

Willkommen 2019

Liebe Einstig Freunde,
wir wünschen Euch ein wundervolles neues Jahr.
Hoffentlich habt Ihr das alte Jahr gut verabschiedet und freut Euch auf 2019?
Unsere Wünsche für Euch hat Wilhelm Busch passend zusammen gefasst:
Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken. 
Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.
(Wilhelm Busch)

In diesem Sinne Euch allen eine gute Zeit.



Sonntag, 30. September 2018

Eine Tour durch Weingarten: historisch, unentdeckt, mystisch, romantisch, kulinarisch und tierisch!

Hallo liebe Einstig-Freunde!

Ich würde die Überschrift ja lieber nennen: "Von Hunden verfolgt, von Vögeln angekotet und von Wespen gestochen". Aber das wären ja nur meine persönlichen "Highlights" der Wandertour gestern, dabei gab es noch so viel mehr zu entdecken (ähm, oder eher zu suchen?).

Aber der Reihe nach. Wir machten am Samstag einen Ausflug in das 10.000 Einwohner zählende Örtchen Weingarten in Baden (am Rande des Kraichgaus). Das Wetter war optimal, die Sonne schien, eine leiser (zeitweise auch kühler) Herbstwind wehte und der blaue Himmel war kaum von weißen Wölkchen getrübt. Schon bald begann der stetige Wechsel zwischen Jacke an- und Jacke ausziehen.

Weingarten ist seit über 1000 Jahren eine Weinanbaugemeinde mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Bisher haben Sylvie und ich das Dörfchen nur am Rande mal kurz gesehen.
Den meisten Haustierbesitzern in Karlsruhe und Umgebung dürfte Weingarten als Anlaufstelle dienen wenn es um tierische Krankheiten geht, denn Weingarten hat eine Tierklinik die im Notfall fast rund um die Uhr offen hat.  So lernten auch wir den Ort kennen.
Und dabei entdeckten wir, dass Weingarten noch viel mehr zu bieten hat.

Ich machte mich auf die Internetsuche nach Sehenswürdigkeiten und wurde schnell fündig. Denn Orte, die so alt sind, haben immer etwas zu bieten.

Einen kleinen Eindruck davon könnt Ihr hier in dem Videoclip von Sylvie erleben.
Wer es in besserer Qualität (und größer sehen mag), klickt einfach auf den weißen Titel und wird zu Youtube weiter geleitet. Auch die Qualität könnt Ihr dort am "Zahnrädchen" optimieren.


Sylvie, unsere sichere und zuverlässige Chauffeurin in Sachen Unternehmungen, recherchierte dann die Koordinaten und den Anfahrtsweg. Dank ihre Fähigkeit sich Wege und Straßen schnell einzuprägen und dort hin zu finden, war die Anreise und der spätere Streckenverlauf kein Problem.

Wer diese kleine Wanderung mal nachgehen möchte, findet auf Komoot die genaue Wegbeschreibung mit passenden Fotos, Höhenmeter und sonstigen Angaben. Dazu einfach hier klicken: https://www.komoot.de/tour/47788701?ref=wtd-fb  und etwas nach unten scrollen (man muss zum Anschauen nicht bei Komoot angemeldet sein!).

Gegen Mittag starteten wir gut gelaunt unseren Ausflug und trafen uns mit den restlichen Leutchen von unserer Gruppe bei der St. Michael Kirche im Ortskern von Weingarten.

Unser 1. Ziel, auf das wir fast automatisch standen, weil sie direkt bei unserem Treffpunkt lag, war die "Marktbrück".
1823 wurde sie, ganz aus Stein, errichtet um über den Walzbach zu gelangen.
Vor dem Bau der Brücke führte der ursprüngliche Postweg (von Durlach nach Bruchsal) zum Teil innerhalb des Bachbettes. Wie man sich leicht denken kann, brachte dies einige Probleme und gefährliche Situationen mit sich, besonders dann, wenn die Walzbach durch Schneeschmelze oder Regenschauern über die Ufer trat. Doch erst 1805 wurde über eine neue Wegführung und Brücke nachgedacht, als die Postkutsche anderthalbstunden im Schmezlwasser des Walsbaches fest hing.
Damit die Grundsteine der Brücke gelegt werden konnte, mussten Holzpfähle als Fundament gelegt, Stptzmauern des Turmes versetzt, Wege verbreitert und Grundstücke angekauft werden.




Nach diesen interessanten Infos zu der Brücke führte uns der Weg weiter zum "Wartturm".
Der Turm wurde 1589 erbaut. Im 17. Jahrhundert brannte der Dachaufbau aus.
Zeitweise diente der Turm als Ortsgefängnis, heutzutage beinhaltet er Ausstellungen des Bürger- & Heimatvereines z.B. seit 2009 über Erdöl.
Wir platzten mitten in eine Hochzeitsvorbereitung hinein. Diese Location war aber auch wirklich wie geschaffen dafür.
 Nicht zuletzt der großartige Ausblick auf Weingarten, nein, auch eine herzförmige Skulptur lud zum Fotos machen ein.

Als nächstes stand die  "Untere Mühle" auf unserem Streckenplan.
Sie wurde 1441 das erste Mal erwähnt und war bis 1909 als Getreidemühle noch in Betrieb.
Die Mühle ist eine Wassermühle, welche am Walzbach steht und von dessen Fließbewegung angetrieben wird.
Bis 1925 diente sie noch als Ölmühle.
2002 wurde ein neues Mühlrad angebracht, welches  einen Stromgenerator antreibt.
Durch die große Trockenheit des Sommers floss nur sehr wenig Wasser den Walzbach hinunter. Wir nehmen an, dass sich deswegen das große Schaufelrad nicht drehte.
 
 
Nun lag ein Stückchen weg vor uns, der uns immer an der "Walzbach" entlang führte. Ein kleines Flüßlein, den wir schon seit den ersten Schritten in Weingarten bemerkt hatten und welches schon bei der "Marktbrücke" und der "Unteren Mühle" eine wichtige Rolle spielte.
Früher wurde der "Walzbach" auch "Dreckwalzbach" genannt.
Das Flüßlein entspringt der Hungerquelle und der Lausquelle im Kraichgau. Bei Wingarten tritt es in die Rheinebene ein.
Entlang des Walzbaches konnten wir wunderschön angelegte Häuser und Gärten bewundern. Immer wieder gab es "oh schau mal ist das schön!"-Momente. Und auch, nicht ganz ernst gemeinte,  Überlegungen nach einem Hauskauf wurden laut.
 
  

Tja, und nun begann das große Suchen nach einer "unentdeckten" Ruine. Die Ruine der Burg Schmalenstein. Laut Plan und Komoot waren wir absolut richtig! Aber wir fanden nichts. Wir schauten den Wald hinauf, wir schauten die Pferdekoppeln hinunter - aber eine Ruine fanden wir nicht. So liefen wir einfach mal weiter, bis wir eine Hundebesitzerin trafen. Wir fragten sie nach dieser mysteriösen Ruine, die ja schließlich auch einen eigenen Wikipedia Eintrag hat und bei "Karlsruher Insider" erwähnt wird! Außerdem fanden 10 von 12 Leuten diese Ruine als ein Highlight bei einer Komoottour. Also musste diese Ruine ja da sein! So hofften wir jedenfalls. Nicht dass sie gar überbaut oder ausversehen "gelöscht" (Insiderwitz, weil ich kurz vorher etwas auf meinem Handy gelöscht hatte) wurde. Die freundliche Hundebesitzerin gab uns auch gleich darauf die hilfreiche Auskunft: "Ja..... hm.... da wurde ich schon mal nach gefragt..... Das muss irgendwo dort hinten bei der Pferdekoppel sein!" Wir bedankten uns artig und gingen erst einmal in die entgegengesetzte Richtung weiter. Zum Einen waren wir eh schon ziemlich lange an dieser Koppel vorbei, zum Anderen lief uns diese Ruine ja sicher  nicht weg.
Wir setzten unseren Weg fort und da uns einen "Schlossbergsee" in der Nähe angezeigt wurde, entschlossen wir uns ganz spontan, einfach weiter dort hin zu laufen. Nun ja, wir fanden weder ein Schloss noch einen Berg und nur einen, mit viel guten Willen, zu bezeichnenden See.
Dafür imponierte uns die sehr hohe Messlatte, welche den Hochwasserstand des Sees anzeigen konnte. So konnten wir uns bald denken, dass die Steinwege und der Damm dem Hochwasserschutz dienten. Übersteigt der Wasserpegel des Rückhaltesees - dessen Volumen in der Fläche liegt und nicht in der Tiefe – diese Linie, so kann das Wasser kontrolliert auf einen „Bypass“ ablaufen, den Damm um fließen und später wieder in den Bach gelenkt werden.
Allerdings muss man auch dazu sagen, dass dieser Fall wohl bisher noch nie eingetreten ist!
 
Ebenfalls spontan folgte nun der weitere Streckenverlauf. Er führte uns vorbei an großen Feldern und seichte Hügeln. Die Weite, Ruhe  und Freiheit war greifbar.
 
 

Wir redeten und scherzten viel. So ist es nicht verwunderlich, dass sich aus dem Wort "Tuberkulose" plötzlich die "Tupperdoselose" entwickelte.
Und von  einem "Backhaus Sallenbusch" sprachen einige Mitglieder unserer kleinen Gruppe. Vom gutem Essen! Essen? Essen! So war es beschlossene Sache! Wenn wir den Weg bis hierher geschafft hatte, dann würden wir den Weg zu der Siedlung Sallenbusch (Ortsteil  von Weingarten) auch noch schaffen! Dieser Ortsteil hat nur eine Straße (welche ebenfalls Sallenbusch heißt). Hier wurden 1950 und 1960  Aussiedlerhöfe untergebracht. Eingeweiht wurde die von amerikanischen Pioniereinheiten angelegte Siedlung mit 15 Höfen im Jahre 1952.
Bei der Gaststätte angekommen suchten wir uns einen gemütlichen Platz im Außenbereich. Die Speisekarte enthüllte allerlei kulinarische Köstlichkeiten. Wir ließen uns Wurstsalat, wilde Kartoffeln, Fleischkäse,einen  Brotzzeitteller und Couscous mit Paprika schmecken.
Tja, und für mich hieß es ab diesen Zeitpunkt: Tiere können ja soooo anhänglich sein! Während dem Essen meinte zuerst eine Wespe, sie müsste meinen Daumen mal näher untersuchen. Anscheinend hat es ihr nicht gefallen und sie stach zu. Nach kurzer Kühlung ging es weiter mit dem Essen. Aber da fand ein Schwarm Vögel,  dass es gerade klug wäre, den Himmel über uns zu queren. Und mit vollem Darm fliegt es sich wohl schwer. Glück im Unglück, nur meine Jacke und nicht mein Essen wurde getroffen.

 
 

Nach dieser Stärkung ging es munter weiter. Hatten wir doch noch zwei Wanderziele vor uns. Diese ominöse Burgruine und der alte Friedhof.

Wir folgten dem Weg wieder zurück und hielten an der besagten Pferdekoppel ganz genau ausschau! Da, etwas nieder gedrücktes Gras.
Könnte das ein Pfad sein? Könnte sein - könnte aber auch nur von Pferden stammen.
Aber da hinter dem Baum, sind das Steine? Könnte sein -könnte aber auch nur ein alter Pferdestall sein.
Dennoch war unsere Neugierde geweckt und wir stapften durch das Gras über eine kleine, nicht mehr ganz vertrauenderweckende Holzbrücke. Schauten hinter einem Baum und.... da stand sie! Die, ähm, "Ruine". Oder besser, das übrig gebliebene kleine Stück Wehrmauer von der Ruine von der ehemaligen "Burg Schmalenstein".
1262 wurde die wahrscheinlichen Erbauer der Burg "die Herren von Chmalenstein" das erste mal urkundlich erwähnt.
Die Burg wurde als Tiefburg auf einer Insel zwischen zwei Armen des Walzbaches errichtet.
1370 erwirbt der Pfalzgarf Rupert die Burg.
1504 wird die Burg vermutlich durch die Württemberger zerstört und bereits im Jahr 1540 wird sie nur noch als "Burgstall" bezeichnet.
Andere Quellen zufolge wurde die Burg im 17. Jahrhundert zerstört.
Ja, also gefunden! Die Mauer grenzte an ein Grundstück, auf dem wir noch mehr Mauerreste ausmachen konnte. Aber das Grundstück war mit einem "Zaun" bzw Pfosten mit zwei breiten Bänder gesichert. Diese Sicherheit erhöhte noch ein Hund, der es gar nicht toll fand, dass wir uns seinem Territorium so unverschämt genähert hatten. Nun ja,  vielleicht fand er auch einfach Easy unwiderstehlich? Jedenfalls begann nun der Teil: Bellender Hund folgte kleiner Wandergruppe.
Wir liefen über die Holzbrücke und den Pfad zurück zum Weg. Der Hofhund hinter uns her. Und da der Zaun ja nur aus einem Band bestand, konnte der Vierbeiner lustig drunter durch. Sein Frauchen rief ihn zwar zurück, aber ich denke mal, wir waren viel interessanter als das Frauchen. Bösartig war der Hund sicher nicht, aber groß und er bellte eben. Keine gute Kombination wenn man weiß, dass man in sein Reich eingedrungen ist.

 


Beschwingt (dass wir die "Ruine" gefunden hatte) und schnellen Schrittes (unsicher umdrehend ob der graue Hund noch da ist) gingen wir dem letzten Ziel unserer Wanderung entgegen.

"Alter Friedhof"
Der Friedhof wird auch "Friedhof am Lepfes" genannt und wurde am 24. April 1833  durch den evang. Pfarrer Strohmeyer und dem kath. Pfarrer Weindel zusammen eingesegnet. Somit ersetzte er ab nun den vorherigen Friedhof am Durlacher Tor.
1910 wurde der Friedhof geschlossen. 1946 fand dann dennoch eine letzte Beerdigung statt, da eine Frau bei ihrem Mann, welcher in früheren Jahren schon dort bestattet wurde, beigesetzt werden wollte.
Seit 1959 wurde der Friedhof in einen Naturpark umgewandelt und dient heute noch als Naherholunggebiet.
Der Torbogen ist aus Sandstein. Früher gab es ein Tor, mit dem der Friedhof verschlossen werden konnte. Dieses Tor existiert heute nicht mehr. Dennoch hat das Tor eine faszinierende Inschrift: "Eingang zur Ruhe" ist dort heute noch zu lesen.  Die Jahreszahl 1833 ist hingegen kaum noch erkennbar.

 
  
 

  
 
Durchquert man den alten Friedhof ganz, so kommt man zu einem kleinen verlassenen Teil des Vogelparks. Dort stehen, zum Teil nun unbenutzte Vogelvolieren rum. Ein etwas unheimlicher "Lost Place", den wir so nicht erwartet hätten. Der neuere Teil des Vogelparkes befindet sich nur ein paar Schritte weiter.
 

Mit diesem Ziel war unsere Weingarten Besichtigung zu Ende und wir setzten uns zum Ausklang noch etwas auf die bereitstehenden Bänke. Der Blick auf die Dorfkirchen, den Wartturm (und auf ein Fotoshooting eines Brautpaares), war wunderschön. Mit einigen Süßigkeiten und einem leckeren, selbst gebackenen Kuchen hingen wir unseren Gedanken nach.

Als die Sonne langsam weiter wanderte, und die Schatten der Bäume länger wurden, kehrten wir zu den Autos zurück.
Es war ein sehr interessanter und entspannender Tag. Durch die Natur zu schlendern und, fast wie nebenbei, noch historisches Wissen zu erlangen, war ein schöner und kurzweiliger Zeitvertreib.

Ich freue mich auf die kommenden Aktivitäten mit Euch!
Als nächstes steht die Herbstwanderung und das Herbstfest in Bindersbach an. Mehr Infos dazu gibt es hier:


Eure



Die Infos in diesem Bericht stammen von folgenden Seiten (keine Haftung oder Gewähr für die verlinkten Seiten und deren Inhalte):
http://www.weingarten-baden.de/gemeinde/portrait.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Weingarten_(Baden)
https://ka.stadtwiki.net/Weingarten_(Baden)
https://www.weingarten-baden.de/gemeinde/historisches.html
https://ka.stadtwiki.net/Walzbach
https://www.weingarten-baden.de/aktuelles/details/2521.html
http://www.backhaus-sallenbusch.de/
https://ka.stadtwiki.net/Sallenbusch

Sonntag, 16. September 2018

Das Theaterfest ruft mit der Kostümversteigerung - und wir lassen uns nicht lange bitten!

Hallo Einstig-Freunde,
endlich ist die Sommerpause vorbei und es geht weiter mit unseren Aktivitäten.

Das Ereignis im September stand an und wir haben schon Wochen und Monate vorher sehnlichst auf die Veröffentlichung des genauen Termines gewartet. Dann war es endlich soweit. Die ersten Plakate, Zeitungsberichte und Internetartikel erschienen.


"Theaterfest des Badischen Staatstheaters findet am 15. September statt!"
Letztes Jahr konnten wir uns, aus gesundheitlichen Gründen, nicht auf dem Theaterplatz versammeln. Doch dieses Mal war unser Grüppchen wieder beisammen.

Das vierte Mal waren wir nun schon  dabei:
>> Sonntag, 21. September 2014:
Theaterfest im Badischen Staatstheater: Lindy Hop und Kostümversteigerung

 

>> Sonntag, 20. September 2015:
Endlich war es wieder soweit: Theaterfest des Badischen Staatstheaters mit Kostümversteigerung

 

>> Sonntag, 18. September 2016:
Eine Kostümversteigerung der Überraschungen - nichts war so wie es sonst war!

 

Wir waren im Vorfeld sehr gespannt, was uns dieses Jahr erwarten würde, nachdem es 2016 alles etwas "anders war als sonst".
Doch zuerst hieß es: Infos sammeln! Und das gestaltete sich als gar nicht so einfach. Zwar sah man hier und da nun die Plakate am Straßenrand, aber mehr Infos waren erst einmal nicht zu bekommen. Wir stöberten öfter auf der Homepage und schauten die aktuellen Zeitungen durch. Doch ein Programmablauf konnten wir nicht entdecken.
Dann endlich, ein paar wenige Tage vor dem Fest wurden wir doch auf einen kleinen Link auf der Theaterseite aufmerksam, welcher zu einer Pdf Datei führte. Und dort stand dann auch, dass es wieder eine Kostümversteigerung geben sollte und wo die Bühne dazu zu finden sei.


Um 16.30 Uhr sollte das Versteigerungsprogramm starten. Wir trafen uns natürlich etwas früher, um noch einmal kurz über den Festplatz zu gehen und die Theaterluft auf uns wirken zu lassen.
 
 
  

Das Wetter spielte mit und die Sonne schien vom makellos blauen Himmel.
Da wurde das Suchen nach einem Schattenplätzchen nicht leicht.

Unsere Stimmung war gut und wir waren neugierig was uns erwarten würde.
Aus Erfahrung wussten wir: die Preise sind am Anfang eher niedriger und werden mit jedem Kostüm höher (da jeder weiß, es kommen nicht mehr so viele Kostüme, also schnell zuschlagen).

Vor zwei Jahren hatten Sylvie und ich das Glück gleich zwei Kostüme ergattern zu können. Wer würde dieses Jahr mit vollen Taschen nach Hause gehen?
 
So warteten wir vor der Versteigerungsbühne auf den Beginn des Events.

Christina Niessen (Sopranistin) und Otto A. Thoß (Leiter des Jungen Staatstheaters) führten zackig durch das Programm und scherzten das eine ums andere Mal mit dem Publikum und den Models.

Dieses Jahr gab es viele tolle Kostüme zu kaufen und so war es nicht verwunderlich, dass die Preise oft in Richtung 100 Euro schossen. 
  
 

Schon beim Kleid Nummer 3 ergab sich die erste Chance für Sylvie und mich zuzuschlagen.
Wie immer beratschlagte unser ganzes "Einstig Grüppchen" ob denn das Kostüm auch passen würde, ob es Flecken hat und für welchen Anlass man es denn tragen könnte.
Wir hatten großes Glück. Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten! Der Zuschlag ging an uns!
Im Verlauf gab es noch viele interessante Kostüme, welche unsere Herzen höher schlagen ließen. Am Ende der Versteigerung blieb es allerdings nur bei dem einen Kostüm für uns.

So trennten sich unsere Einstig-Wege am Theater, aber nicht ohne die nächste Aktivität zu planen und zu besprechen.


Wer von Euch mehr von der Versteigerung und dem Theaterfest sehen will, kann sich sehr gerne das Video von Sylvie anschauen.
Mit diesem Clip verabschiede ich mich heute von Euch.
Wir sehen und hören uns bald wieder!




Nachtrag:
Zu Hause angekommen, wollten wir natürlich wissen, ob das Traumkleid uns überhaupt passen würde! Es war mit Größe 40/42 angepriesen worden. Doch aus Erfahrung wussten wir: Theatergrößen fallen immer kleiner aus! Sylvie schlüpfte in das Kostüm hinein und... es passte!  perfekt. Allenfalls Größe 36 stellten wir fest!
Das Kleid ist übrigens aus dem Stück "Wiener Blut" einer Operette von Johann Strauß.