Samstag, 8. November 2014

Sind das süße "Pralinen" ! Nicht alles ist das, was es auf den 1. Blick zu sein scheint! Seife herstellen mit Spaß und Kreativität!


Hallo Freunde,
"hmmmmm, leckere Plätzchen - süß und bestimmt klebrig!" Dies war die erste Reaktion, welche wir auf das Foto oben erhalten haben, als wir es online stellten.
Dem aufmerksamen Leser dürfte aber schon nach der Überschrift klar gewesen sein: Essen kann man diese "Plätzchen" nicht, sind sie doch aus Seife hergestellt.

Am Freitagabend war es wieder soweit, 10 kreative Köpfe trafen sich in der Wohnung von Sylvie und Dani, um das Abenteuer "Seife herstellen" zu wagen. Dass dies seine ganz eigenen Tücken haben würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Die erste Herausforderung bestand schon darin, Pizza zu bestellen. Bei so vielen Leuten war dies kein leichtes Unterfangen, da es doch galt, Zutaten zum Salat und zur Pizza hinzuzufügen oder auch zu entfernen.

Doch dann konnten wir endlich mit dem starten, für das wir uns eigentlich getroffen hatten.
Sylvie und Dani hatten schon einen Tisch voller Materialien bereitgestellt.


Von Kernseife über Blüten bis hin zu Glitzer und Silikonförmchen war alles vorhanden. Auch Löffel und Schälchen durften nicht fehlen. Und da konnte man schon die ersten Fragezeichen in den Gesichtern der Anwesenden sehen! Löffel und Schälchen? Wie jetzt? Seife essen?
Nein natürlich nicht, aber vor das Vergnügen wurde bekanntlich die Arbeit gesetzt. Und so mussten alle mithelfen und die Seife in kleine Stückchen raspeln.


Dabei entstanden schon die ersten lustigen Gespräche, und manch einer stellte mit Erstaunen fest, dass Sylvie und Dani an diesem Abend nicht das einzige Zwillingspärchen waren, der Papa eigentlich erst in der 2. Klasse, der Sohn aber schon in der 4. Klasse ist und dass der Geruch der Kernseife an "Oma" erinnert. Und während wir so plauderten, wuchs der Berg an Seifenraspeln an. Die Schüssel füllte sich, und die Ideen, nach was denn das nun aussehen könnte, überschlugen sich.


Als dann der Pizzabote klingelte, waren wir von der Arbeit schon ausgehungert, und jeder schielte verstohlen nach den 15 Päckchen, die da angeliefert wurden. Was der Pizzabote wohl dachte, als er in die Küche kam und uns alle um einen Tisch stehen sah, auf dem eine Schale mit "weißen Flocken" stand, ist uns nicht bekannt. Jedenfalls schien es ihn doch ziemlich zu verwirren, denn das Zusammenzählen der Rechnungssumme gestaltete sich als schwierig.


Schneller als es die Seifenschmiere erlaubte, stürmten alle ans Waschbecken, um die Hände fürs Abendessen zu säubern. Da der Esstisch durch das Basteln belegt war, wurde einfach das Wohnzimmer zur Picknickzone erklärt. Pizza schneiden auf dem Boden, Salatessen auf einem Kissen ... Alles kein Problem für uns geübte Bastler.

 

Auch hier hörten die Gespräche nicht auf. Manch einer lauschte andächtig den Erzählungen der anderen, wieder andere nutzten die Zeit, um Wissenslücken zu schließen. Denn es gibt anscheinend Tiere im Karlsruher Zoo, die nicht jedem bekannt sind. Das "züngelnde Etwas mit gespaltener Zunge, welches auf einem Baum sitzt und goldglänzende Schuppen hat" entpuppte sich so als Waran. Google und Wikipedia liefern den Beweis: >> Der Waran << .

Nun kam der spannende, kreative und sogleich abenteuerlichste Teil des Abends: die Seifenraspeln zu kleinen Pralinen, Kugeln, Gegenstände usw. formen!
Die Herausforderung lag darin: Sie sollten auch noch gut aussehen und evtl. als Weihnachtsgeschenk nutzbar sein!
 Keine leichte Aufgabe - aber nach den Ergebnissen des Filzens (Aktivität vom 12.09.2014 >> siehe hier << ) waren unsere Ansprüche nicht gerade niedrig und das Selbstvertrauen (noch) groß!

 

Schnell machte sich Ernüchterung breit und Sätze wie: "Wenn es nicht gut aussieht, sage ich einfach, ich habe es selbst gemacht - dann freuen die sich trotzdem drüber!" oder "Mit Glitzerpuder sieht alles schöner aus!" hörte man in der  Runde erklingen. Die Frage nach der Konsistenz und der Wassermenge stellte sich als zentraler Punkt der Seifenmassenherstellung heraus.


Doch aufzugeben kam nicht infrage. So wurde kurzerhand aus einem Fußball einfach eine "explodierende, haarige Sonne", aus einem Schmetterling ein "Schreckling" mit Augen auf den Flügeln, aus einem Auto ein Schweinchen, und
die Frage, ob der eine Ausstecher nun ein Seepferdchen oder ein Drache ist, ließ sich eh nicht genau klären.


Die Zeit verging wie im Fluge und die Trockenteller der Seifenbastler füllten sich. Am Ende war letztlich doch jeder überrascht, was  für tolle Kunstwerke zustande kamen.

 

Nach der Arbeit kam das Aufräumen. Jeder half fleißig mit, Schüsseln, Förmchen, Löffel und Co. in die Spülmaschine zu räumen (was sich am nächsten Tag als Fehler erwies, doch dazu später mehr) und den Boden von Seifenresten zu befreien. Sogar Easy, der Einstig-Hund, schlabberte den Rest mit der Zunge auf. Und unser jüngster Teilnehmer sammelte das "gelbe Gras" (Ringelblumenblüten) auf.

Erschöpft gesellten wir uns alle noch auf das Sofa und waren fast nur noch in der Lage, Easy beim "Luftlöcher suchen" zuzuschauen. Gespräche flammten aber nach kurzer Zeit doch wieder auf, und ganz unschuldige Sätze wie "Ich wohne noch bei meiner Mutter" wurden spontan vom jüngsten Sprössling mit dem Wort "Hotel" quittiert.
Dann fanden  wir doch wieder zu unserer Höchstleistung zurück, als jeder überlegte, was wir denn noch alles gemeinsam machen könnten! Denn wir waren uns alle einig: So ein toller Abend muss wiederholt werden! Alle Ideen wurde notiert und >> hier << niedergeschrieben. Die Liste ist natürlich noch beliebig erweiterbar.

Zum Abschluss-Gruppenfoto setzte jeder sein schönstes und zufriedenstes Lächeln auf. Dies fiel nicht weiter schwierig, waren wir doch alle selig mit unserer Arbeit und noch beflügelt von dem spaßigen Abend.


Es wurde wieder ruhig in der Wohnung von Sylvie und Dani. Jeder ging und fuhr seines Weges nach Hause.
Doch diese Ruhe währte nicht lange. Denn am nächsten Morgen hörte man einen Schrei durch das Haus. Was war gesehen? Hatte Easy die Seifenpralinen gefressen? Hatte jemand einen verkehrten Teller mit nach Hause genommen?
Nein, der Schrei entstand aus einem anderem Grund. Die Küche der Zwillinge stand, zum einen Teil, unter Wasser, zum anderem Teil türmten sich Schaumberge auf. Hatten wir alle gestern noch Witze gerissen über die Schüsseln, Formen und Löffel in der Spülmaschine, dass wir eigentlich kein Spülmaschinentab mehr brauchen würden, so wurde es nun Realität.
Aus der Spülmaschinentür drang dichter, weißer Schaum. Schnell wurde die Maschine abgeschaltet und geöffnet. Doch außer Schaum war nicht viel zu sehen.

    
    

Als dies die anderen Teilnehmer von gestern Abend erfuhren, schlug eine Welle der Empörung über Sylvie und Dani zusammen: "Wie können die nur eine Schaumparty ohne uns machen?" Erst das Versprechen: "Nächstes Mal machen wir die Schaumparty, solange ihr noch da seid!" brachte wieder Ruhe in die Wohnung.

Dies war der schäumende (ähm, krönende) Abschluß einer tollen DIY-Aktivität mit Einstig.

Hier ist der Videoclip (wenn Ihr ihn größer und in einer besseren Qualität sehen wollt, klickt die Überschrift des Clips an, dann kommt ihr direkt zu Youtube. Dort könnt Ihr den Clip auch in HD ansehen):



Wenn Du nun Lust bekommen hast, mal bei einer Aktivität dabei zu sein, kein Problem! Die nächsten Möglichkeiten dazu sind am:
15.11.14: Erste-Hilfe-Kurs - Karlsruhe

Einfach auf die Aktivität klicken, und Du wirst zum entsprechenden Forenthread weitergeleitet. Dort findest Du genauere Infos und kannst Dich auch eintragen.

1 Kommentar:

  1. ein rundum gelungener Abend! Toll gemacht! Freut mich für euch!

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