Sonntag, 20. September 2015

Endlich war es wieder soweit: Theaterfest des Badischen Staatstheaters mit Kostümversteigerung

Hallo an alle Einstig- Freunde!

Lange haben wir diesem Termin wieder entgegengefiebert - ein ganzes Jahr mussten wir auf den gestrigen Tag warten! Ein Termin, der für uns schon zur Tradition geworden ist und den niemand mehr missen mag. Seit nun mehr ungefähr 6 Jahren treffen wir uns immer an diesem Spätsommertag, um der Dinge zu harren, die da kommen. Sobald der genaue Termin bekannt gegeben wurde, war er schon mit einem dicken Kreuz in unseren Terminkalender markiert: das Theaterfest des Badischen Staatstheaters.

 

Die Erinnerungen an letztes Jahr erschienen wieder vor unserem geistigem Auge:
Sylvie, die den Lindy Hop tanzte, Peter Spuhler und Heiner Kondschak, die 2014 souverän und mit viel Humor durch die Versteigerung führten, der leckere Duft der Waffeln vom Stand nebenan, die Ausstellung der Masken ... alles war nun wieder in greifbare Nähe gerückt.


Auch dieses Jahr bot das Staatstheater  ein buntes Programm an. Ab 11 Uhr öffnete es seine Pforten. Einige Angebote erregten unser spezielles Interesse ...
- Ein Stoffbasar
- Barock and go - Historische Frisuren und Masken
- Karls Kleider - szenarische Präsentation historischer Kleider
- Musical "Spamalot" häppchenweise
... und natürlich das Highlight:
-  die Kostümversteigerung.

 

Nicht nur die Außenanlage des Theaters war gut besucht, auch im Foyer und in den Theatersälen drängten sich die Besucher. Überall waren Stände aufgebaut, an denen man sich über das Theaterleben informieren konnte.



 

"Spamalot häppchenweise" konnte auch ohne Kostüme überzeugen, da die Stimmen der Darsteller sehr eindrucksvoll waren. Beim Stoffbasar gab es das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern.


Dann war es Zeit, sich zur Kostümverteigerung zu begeben. Zielstrebig steuerten wir den Platz an, an dem all die Jahre zuvor immer die Versteigerung stattgefunden hatte. Dieser war als Treffpunkt für uns alle gedacht, und Christina, Laudine, Sylvie, Lisa, Anne und ich sollten dort zusammentreffen.
Doch die Überraschung war groß. Sah der Platz doch plötzlich ganz anders aus. Die in den Jahren zuvor aufgebaute große Bühne war nur noch wenige Schritte breit. Sofort war uns klar: Nein, hier fand dieses Jahr keine Versteigerung statt. Aber wo dann?


Sylvie stürzte sich  mutig in das Getümmel, um in Erfahrung zu bringen, wo wir dieses Jahr hin mussten. Wenig später kehrte sie  erfolgreich von der  Mission heim. Es hieß: auf zur Gartenbühne!


Dort angekommen verschickte ich noch in aller Eile einige Info-SMS an die anderen, dass sie auch wussten, wo wir nun waren! Und so trafen wir alle bei der Gartenbühne zusammen.


Die Bühne war noch mit der Big Band des Helmholtz-Gymnasiums besetzt, welche mit schwungvollen Songs die Besucher unterhielten.


Und während wir auf den Beginn der Versteigerung warteten, kam unser Gespräch auf die vergangenen Versteigerungen. An wie vielen hatten wir nun schon  teilgenommen? Wie oft hatten wir etwas ersteigert? Würden wir dieses Jahr auch wieder Glück haben? Was hatten wir überhaupt schon alles ersteigert?
Die letzte Frage kann ich anhand eines kleinen Fotorückblickes für Euch beantworten. Hier mal die bisherigen ersteigerten Kostüme des badischen Staatstheaters ... Im Laufe der Jahre kam einiges zusammen!

Kostüme von Sylvie und Dani:
 
 Kostüme von Laudine:

Während Christina, Laudine, Sylvie und ich schon "alte Hasen" bei der Versteigerung sind, war es für Lisa und Anne die erste Begegnung mit Herrn Spuhler und Herr Kondschak.
Die Spannung stieg, und immer wieder huschten unsere Blicke zu den bereits gerichteten Kostümen, welche unter den Hammer kommen sollten.


Endlich kamen Generalintendant Peter Spuhler und Heiner Kondschak (Regisseur, Musiker, Schauspieler, Autor) auf die Außenbühne.

 

In ihrer gewohnten charmanten, lässigen und witzigen Art begrüßten sie das Publikum und erklärten die Regeln der Versteigerung. Diese waren eigentlich ganz einfach: Wer winkt, der steigert mit! Also wurde ausdrücklich davor gewarnt, Freunden und Bekannten während der Versteigerung zuzuwinken - dies könne leicht zu hohem Geldverlust führen und den Kleiderschrank füllen. Natürlich hielten sich nicht alle Besucher an diese Regel, und so kam es zu witzigen Missverständnissen, in deren Verlauf Herr Kondschak klarstellte, dass sich nicht jeder Gast persönlich bei ihm durch Zuwinken verabschieden musste.



Dann ging es auch schon los. Ein Kostüm nach dem anderen wurde von Models vorgeführt und der Einstiegspreis genannt. Auch Infos darüber, bei welchem Theaterstück die Kostüme zum Einsatz gekommen waren und welche Größe sie in etwa hatten, wurden gab es für die Zuschauer. Allerdings sorgte ein Kostüm für Verwirrung, als von der Größe 550 die Rede war.

Bei manchen Kostümen ging ein Raunen durch die Menge, andere widerum wurden gutmütig belächelt, und bei wieder anderen zeigten sich deutliche Fragezeichen in den Gesichtern der Menschen.





Auch wir hoben das eine ums andere Mal die Hand und boten mit. Es war immer eine Gradwanderung zwischen "... komm ... noch einen Euro mehr ..." und "... ja oder nein ... hm ... nein ...".
Da zeigte es sich, wie gut es war, dass wir als Freunde-Clique zusammenstanden. Es wurde beratschlagt, ob sich das Mitsteigern lohnte oder nicht. Auch die Frage: "Würde das Kostüm mir überhaupt passen?" konnte oft mithilfe der Freundinnen gelöst werden.

Unsere Bemühungen wurden von Erfolg gekrönt.
Besonders für Sylvie und mich hatte sich der Tag gelohnt: konnten wir doch drei super Schnäppchen machen - sozusagen drei Kostümteile zum Preis von einem!


Und auch Laudine ging nicht leer aus! Sie ersteigerte einen Mantel, welcher sicher bald bei einem unserer nächsten Fotoshootings zum Einsatz kommen wird.

Sofort wurden die guten Stücke bezahlt und in Augenschein genommen.

 

Die Versteigerung flog nur so dahin. Ein Kostüm folgte dem nächsten und die gute Laune der Leute auf und vor der Bühne riss nicht ab. Doch alles hat leider ein Ende, so auch diese Versteigerung. Zufrieden packten wir alles in unsere Taschen ein und versprachen uns: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Wenn es heißt: "Zum Ersten ..... zum Zweiten... und zum... ah, Sie wollen noch mitmachen? 40 Euro? 40 Euro sind geboten... zum Ersten..... zum Zweiten ..."


Sylvie zeigte während der Versteigerung ihr Allroundtalent. Während sie mitbot, ihre Hand hob und später bezahlte, schaffte sie es dennoch ein paar Sequenzen des Treibens zu filmen. Hier also der Videoclip von Sylvie zum Theaterfest inkl. Kostümversteigerung:


Ein großes Lob geht an die Veranstalter dieses Festes. Danke für den tollen Tag! Und ein besonders herzliches Dankeschön - inklusive strahlender Augen - geht an Peter Spuhler und Heiner Kondschak. Mit ihrer unvergleichlichen Art haben sie es wieder geschafft, die Kostümversteigerung zu einer kurzweiligen Unterhaltung zu machen, die ihresgleichen sucht - aber nicht noch einmal finden wird. Danke ebenfalls an die Models, welche mit Würde die zum Teil doch fragwürdigen Kostüme  trugen und sich durch Sprüche der Herren Spuhler und Kondschak und Publikumsfragen ("Wieviel Platz ist in der Hose?") nicht aus der Ruhe bringen ließen.


 



Wer nun nach diesem Bericht immer noch nicht genug vom Theaterfest hat, kann gerne  einen kleinen Rückblick ins Jahr 2014 werfen! Hier ist der Blogbeitrag vom letzten Jahr: "20.09.2014 - Theaterfest mit Kostümversteigerung"  und der Videoclip 2014 von Sylvie:

 

Aber auch in die Zukunft will ich Euch noch kurz blicken lassen. Denn es stehen schon die nächsten Termine an, bei denen Ihr dabei sein könnt.
10.10.2015: Herbstwanderung, Bindersbach
21.11.2015: Weihnachtliches Basteln, Karlsruhe

Meldet Euch einfach bei uns, falls Ihr Euch dafür interessiert.

Ich sage auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal!
 

In eigener Sache: Leider sind die Fotos von der Versteigerung qualitativ nicht so gut geworden, da die Lichtverhältnisse schwierig waren. So standen wir zum Teil gegen die grelle Sonne, die sich im nächsten Moment mit dunklen Regenwolken abwechselte. Ich bitte dies zu entschuldigen und hoffe, Ihr habt dennoch einen kleinen Eindruck gewinnen können. Vielen Dank für Euer Verständnis. Eure Dani

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