Sonntag, 20. März 2016

Steampunk-Fotoshooting im Pfälzer Wald

Hallo und Willkommen bei Einstig!
So wie der Frühling ins Land Einzug gehalten hat, zogen wir am Wochenende los, um den Pfälzer Wald zu erobern. Allerdings zeigte uns der Frühling dann doch seine kalte Schulter. War es am Vortag noch sonnig und 14 Grad warm, so machten wir uns bei trüben Wetter und unter 6 Grad Celius auf den Weg.
Wir hatten das Steampunk-Fotoshooting schon viel zu lange herbeigesehnt, als dass uns nun der winterliche Frühling davon abhalten konnte!

Mit den Vorbereitungen hatten wir nämlich schon Mitte Februar begonnen.
Ein kleiner Rückblick:

13.02.2016
Wir bereiten uns auf das Steampunk-Fotoshooting vor - und das ist umfassender als am Anfang gedacht

An diesem Tag trugen wir all unsere Requisiten, Kostümteile und Utensilien zusammen und tauschten uns darüber aus, was Steampunk überhaupt ist.
Kurz gesagt: Steampunk ist eine besondere Art des "Retro-Looks", in dem Modernes mit Dingen aus der Vergangenheit verbunden werden. So als würden die Menschen mit all den modernen Erfindungen wie PC, Handy und Co. leben - bloß eben alles (mehr oder weniger) mit Dampfmaschinen betrieben.Du musst Dir also vorstellen, Du lebst in der viktorianischen Zeit mit ihren Dampfmaschinen, und überlegst Dir, was die Zukunft Dir so bringen könnte.
Wir suchten im Internet nach weiteren Teilen, die wir brauchen könnten und stellten schon einmal unsere Rollen und Charaktere zusammen.

  


Zwei Wochen später fand unser DIY-Basteltag" statt. Sylvie und Laudine nutzten ihn (unter anderem), um ihr Steampunk-Kostüm noch zu erweitern und auszuschmücken.
Während Laudine ihren Kopfschmuck schmückte und sich danach anderen Projekten widmete, hatte Sylvie alle Hände voll zu tun, die Zahnrädchen an ihr Kostüm zu nähen! 
Auch den Hut und die Perücke schmückte sie noch aus.Dies erwies sich als Mammutprojekt, der sich hinterher aber sehen lassen konnte und der jeden Fingerpicks mit der Nadel wert war! 

  

Gestern war es dann endlich so weit. Die Kostüme konnten ausgeführt werden.
Dazu fuhren Laudine, Sylvie, Reiner, Romina und ich schon morgens ins benachbarte Bundesland Rheinland Pfalz.
Es folgte ein kurzer Abstecher ins Haus der Salmons, um sich dort einzukleiden und die letzten Handgriffe an die Kostüme zu legen.


Dann ging es weiter mit dem Auto, über eine geschlungene Straße durch den Pfälzer Wald. Am Waldparkplatz  "Ahlmühle" (auf 360 Meter über Normalhöhennull) hieß es "Alle aussteigen!", denn ab jetzt ging es zu Fuß weiter.

    
In den langen Kleidern, mit Requisiten und mit dem Fotografengepäck war dies kein leichtes Unterfangen! Doch tapfer schritten wir voran. Unser Ziel immer vor Augen: die Sandsteinfelsen im größten zusammenhängendem Waldgebiet Deutschlands.
Die Bundsandsteinfelsen, die vor über 34 Millionen Jahren entstanden, ragten hoch in den wolkenverhangenem Himmel (um dies zu beschönigen nutzte selbst der beste Sepiaeffekt am Foto nichts).

 

An den Felsformationen angekommen ging es Klick auf Klick ... ein Foto nach dem anderen entstand.
Sylvie hat auch alles in bewegten Bildern zusammengefasst. Schaut Euch das Video an (am Zahnrädchen die Qualität einstellen)



Nach diesem Videoclip seid Ihr nun sicher bereit für die ausführliche Foto-Show.
Es entstanden ca. 900 Fotos - nach dem kritischen Aussortieren und Löschen blieben noch über 400 Fotos übrig. Ich habe hier nur einige wenige Fotos gezielt ausgewählt. Wer mehr sehen möchte, der schaut in unserem Einstig-Forum nach.

Immer wieder kamen wir auf neue Ideen, und wäre es ein wenig wärmer gewesen, hätten wir sicher noch mehr umgesetzt. Derart im Shooting-Modus merkten wir gar nicht, wie einige Wanderer an uns vorbeizogen und einen Blick auf uns erhaschten. Die Mountenbike-Fahrer nahmen wir dafür bewusster war, entwickelte sich doch ein kleines, lustiges Gespräch über Zeitreisen und tollkühne Kutschen.

Darf ich vorstellen:

Der dampfinteressierte Wissenschaftler
(Reiner, der mit seiner Dampfmaschine und seiner Lichtquelle mittels Kerzenwärme alle faszinierte)

 
 


Die tollkühne Dampfdrachenreiterin
(Laudine, die mit der Landkarte den Weg aufzeigte und sich mit dem Degen  jeder Gefahr stellte)


 
 
 
  


Die abenteuerlustige Forscherin
(Dani, die ständig ein Fernglas mit sich herumtrug und jeden Felsen emporkletterte)


 
 


Die edle Dame beim Sonntagsausflug
(Sylvie, die sich gerne mal in Dornen verfing und mit Stöckelschuhen durch den Wald schritt)

 

  



Der hilfsbereite Bahnhofsvorsteher
(Gérard, der verirrten Wanderern genauso half wie auch jungen Damen, die im Dornengestrüpp hängen blieben)


     
 
 
 
  


Das fleißige Händchen im Hintergrund
(Brigitte, die flink wie ein Wiesel Akkus wechselte, beim Anziehen half, auf Easy aufpasste, fotografierte und uns mit Leckereien verköstigte)

 


Die lustige Pyrotechnikerin
(Romina, die Expertin im Anzünden von Rauchtabletten wurde, selbst auch mal zum Fotoapparat griff und mit dem "Blick fürs Detail" immer parat stand)


  
 


Das erkundungsfreudige Hündchen
(Easy, die jeden Krümmel Erde im Pfälzer Wald umdrehte, um festzustellen, welches Tier den darunter leben könnte)


 


Es entstanden so viele tolle Fotos ... Hier eine Auswahl zu posten fällt mir echt schwer!

  
  
  
   
    

Die frische Pfälzer Waldluft und das doch etwas "kühle" Wetter forderte nach und nach seinen Tribut.
Nicht nur die Finger wurden rot vor Kälte, sondern auch Gänsehaut breitete sich auf den Armen aus. Und bei manchem von uns knurrte der Bauch so laut, dass Wanderer (die zufällig vorbeikamen) glauben konnten, im Pfälzer Wald sei der Braunbär wieder heimisch geworden.


Zum Glück gab es unweit der Fotolocation ein Restaurant. So betraten wir das "Barbarossa", eine Gaststätte unterhalb der Burg Trifels. Helga, die Chefin, begrüßte uns persönlich aufs Herzlichste und sorgte dafür, dass wir einen Tisch mit Blick auf den Trifels bekamen und schnell mit Getränken und Essen versorgt wurden. Bei Pfefferminztee, Bratkartoffeln, Spätzle und pfälzischen Spezialitäten tauten wir nach und nach wieder auf.


Das Essen begleitete das Zischen einer kleinen Dampfmaschine und das Leuchten einer LED-Lampe, die durch Kerzenwärme betrieben wurde. Reiner hat ein Händchen für solche erstaunlichen Dinge. Faszinierend!

 
  

Doch mit vollem Bauch wurde uns bewusst, wie eng die Kostüme anlagen und dass sie doch eben nicht so alltagstauglich waren. So fuhren wir wieder zurück ins Hause Salmon, um uns umzuziehen und zurück in die Realität zu kommen. Mit dieser Verwandlung und dem Ablegen der engen Kleider merkten wir plötzlich: Im Bauch ist ja noch Platz! Da passt ja noch was rein! Kaffee, Tee und Kuchen gehen immer! Gut, dass Brigitte so lieb vorgesorgt hatte. Ein Apfel-Streuselkuchen stand auf dem großen Esstisch parat, und so ließen wir uns das Dessert munden.


Der Tag ging viel zu schnell vorbei, und auf dem Heimweg schwelgten wir noch in Erinnerungen. Welche fröhlichen und unbeschwerten Stunden hatten wir eben noch gemeinsam erlebt.

 


Ein großes Dank gilt Brigitte und Romina! Sie standen wirklich immer parat, um zu helfen, und doch waren sie irgendwie unsichtbar. Zwei gute Seelen in unserer hektischen Fotowelt.

Danke auch an Uli für's Ausleihen des original historischen Fernglases und des Gehstocks! Diese Requisiten haben super in unser Shooting gepasst.
So langsam wird es Zeit, die Welt des Steampunks zu verlassen, doch die nächste Aktivität steht schon an:
02.04.2016: Wanderung zu den Heidenhöhlen, Stockach
Wer mehr dazu wissen möchte, klickt einfach >> hier << 

Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen bzw. Lesen. 

Pssst ... Na, seid Ihr noch da?
Dann kann ich ja aus dem Nähkästchen plaudern und  Euch hier Outtake-Fotos zeigen, die "nebenher" entstanden sind. Aber nichts verraten - das bleibt unter uns, ja?!
 
  
 
 

Tschüss - bis zum nächsten Mal! Ich freue mich drauf!

The End

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