Sonntag, 10. Juli 2016

Fantasygrillen bei schönstem Wetter und in wundervoller Umgebung

Hallo liebe Einstig-Freunde!

Am Wochenende wurde Einiges im kleinen Dörfchen Bindersbach geboten! Die sonst so beschauliche Einwohnerzahl stieg plötzlich sprunghaft an, und statt Rasenmähern und Kettensägen hallte lautes Lachen durch das Tal.
Das konnte nur Eines bedeuten: Einstig war wieder im Dorf, um das Fantasygrillen zum Leben zu erwecken!


Sylvie hat Euch einen Clip zusammengestellt, um Euch den Tag in bewegten Bildern näherzubringen, denn mit Worten ist es nur schwer zu beschreiben, wie toll der Tag war.
(Wer auf den weißen Titel klickt, wird direkt zu Youtube weitergeleitet und kann  am Zahnrädchen die Qualität verbessern)


Für alle, die noch mehr sehen und lesen möchten, kommt hier nun der ausführliche Bericht.
Die Vorbereitungen zum Grillen liefen schon etliche Tage im Voraus.

   
  

Gérard mähte die Wiese, machte den Bach zugänglich und sandfrei, legte Holz und Grillstecken bereit.
Brigitte plünderte ihren Kräutergarten, putzte das Holzgeschirr und den verrusten Teekessel vom letzten Mal, kredenzte einen Couscous-Salat und einen Himbeernachtisch.
Laudine backte ihren berühmt-berüchtigten Schokoladen-süchtig-mach-Kuchen und legte ihr selbstkreirtes Kostüm bereit.
Sylvie färbte einen weißen Trachtenschurz mit Schwarztee bräunlich ein und trug allerlei Kostüme herbei.
Romina füllte x kleine Alupäckchen mit Schafskäse und suchte ihre Flower-Power-Sachen zusammen.
Mathias suchte seine beste Lederhose heraus und kombinierte diese stilsicher mit seinem "Prachtexemplar"-T-Shirt.
Finn überlegte sich, ob er dieses Jahr wieder mit dem Degen auf seinen Vater losgehen könnte.
Und ich überlegte, wie auch unser Einstig-Hund "fantasylike" zum Picknick kommen könnte und versuchte, sämtliche Utensilien platzsparend in einen Korb unterzubekommen.

Während dieser Vorbereitung wurden Erinnerungen an das letzte Fantasygrillen (vor einem Jahr) wach: >>  Ein idyllisches Fantasygrillen mit Schlemmerbankett mitten in der Natur <<

  

Könnten wir wieder ein Feuer entfachen - nur mit Hilfe eines Feuersteines? Oder hatten wir dies in dem Jahr etwa verlernt?
Würden wir es dieses Mal schaffen, Marshmallows am Feuer zu grillen, ohne dass diese plötzlich in Flammen aufgehen?
Wurde geklärt, was nun die Mehrzahl von "Molch" ist? Oder würden wir auch dieses Jahr rätseln, ob es "Mölche" gibt?
Wer würde dieses Jahr wohl den "Löffel abgeben" müssen, um frischen Pfefferminztee trinken zu können?

 
Doch dieses Mal gab es einen wichtigen Unterschied zum letzten Mal: Das Wetter! Wurden doch für das Wochenende 25 Grad und Sonnenschein vorausgesagt - kein Vergleich zu den Regenschauern und der Schafskälte von 2015.

Und so begann das Fantasygrillen am Samstag mit bester Laune in einem Tal unterhalb der historischen Burg Trifels.

   
In "ziviler" Kleidung begannen wir alles vorzubereiten. Bänke mussten aufgestellt, Kühltaschen ausgeräumt und die Feuerstelle errichtet werden.

  
 
 

Und dann schlüpften wir in die Kostüme.

    
 

  
 

In diesen Outfits erledigten wir die restlichen Arbeiten wie z. B. das Feuer zu entfachen, Wasser am Bach zu holen, Kartoffeln zu waschen und fürs Grillen zu vorbereiten ...
Zu unser aller Verwunderung gelang es mir gleich beim ersten Mal das Feuer mit dem Feuerstein zu entfachen.  Manch einer sprach von Glück oder Zufall, dem konnte ich nicht widersprechen.

  

Wahre Begeisterungsstürme und Herzschreckmomente löste dann alles aus, was am Bach zu erledigen war.

    

Sei es Getränke oder Wasser holen, Hände waschen oder Kartoffeln putzen. Waren diese Aktivitäten doch mit vielen Gefahren verbunden, wobei das "ins Wasser fallen" sicher noch das geringste Problem gewesen wäre. Denn zum Glück hatte unser Sicherheitsbeauftragter Gérard vorgesorgt und eine Schwimmweste bereitgelegt! Das Schöpfen des Wassers war  eine Sache des Gleichgewichtes und des richtigen Ausbalancierens. Problematischer war es, den steilen Hang herunter und wieder hinaufzukommen. Es grenzte an technische Höchtsleistung, in Kostüm und mit vollen Wasserkannen nicht auszurutschen und wider nach unten zu kullern.

 
   

       
     
  
  
  
 

Später half Finn, das Problem mit dem steilen Hang zu lösen! Er schnappte sich kurzerhand eine Hacke und eine Schaufel und buddelte munter drauflos, denn Treppen mussten her! Dabei stieß er aber auf seltsame Stofffetzen, die zu fantasievollen Geschichten anregten. War hier gar eine  Leiche vergraben? Oder waren es Überbleibsel einer vergangenen Siedlung? Zum Glück blieben weitere Funde aus und das Bauprojekt konnte vorangetrieben werden.
Nachdem das Bauen der Stufen in rasanter Zeit erledigt war, ging es an der Großbaustelle weiter. Manch ein leidgeprüfter Stadtbewohner wünschte sich, dass es in Karlsruhe auch so schnell vorangehen würde. Finn ließ nicht nach und bescherte dem beschaulichen Bach bald einen Damm.
Dies ging nun doch zu weit! Diese Art der Baumaßnahme konnte so nicht durchgeführt werden. Zum Glück griff der Sicherheitsbeauftrage unter uns (der von Beruf auch gleichzeitig Tiefbautechniker war) wieder ein und zauberte die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen herbei. Ein Baustellenschild sorgte ab sofort für die nötige Absicherung der Baustelle.

 

Das Feuerchen flackerte derweil munter vor sich hin, das Teewasser kochte und die ersten Marshmallows und Maiskolben verbrannten. Womit die Eingangsfrage schon mal mit "Nein" beantwortet werden konnte. Wir schafften es auch dieses Mal nicht, dass alle Marshmallows knusprig blieben - manche wurden wieder kohlrabenschwarz. Doch Übung machte den Marshmallow-Meister.

 

Was für Marshmallows galt, galt noch lange nicht für die Würstchen. Immer wieder kullerte das eine oder andere ins Feuer, begleitet von einem spitzen Schrei des jeweiligen Besitzers. Auch brennende Stecken waren ein nicht zu vernachlässigendes, Problem. Brachen sie doch immer genau dann ab, wenn eine Wurst dran steckte, die fast gar war.

  
  

Bei dem heißen Wetter wanderte die Teeschöpfkelle nicht ganz so oft von Hand zu Hand wie im letzten Jahr. So gaben wir dieses Mal den (Tee-)Löffel nicht oft ab. Dennoch ging nichts über ein Tässchen frischen Pfefferminztee aus dem eigenen Garten.

   

Ein weiteres Highlight war mein Langbogen. Er gehört eigentlich zu meinem Waldschleicher-Outfit, passte aber auch ideal zum Fantasygrillen. Denn wann kann man schon mal ganz ungestört das Schießen üben? Und üben ... und üben ... und üben ... Mangels erfolgreicher Treffer wurde dann aber in die Trickkiste gegriffen. So fand der Pfeil doch noch sein Ziel.

    
 



Wenn ich behauten würde, dass das Büffet nun nach und nach weniger wurde, würde ich lügen. Denn obwohl wir alle aßen und aßen, wurde es nicht wirklich weniger. Doch jeder gab sein Bestes. So fraß Easy den Maikolben mit Allem drum und dran und ließ keinen Strunk mehr übrig.

 
  
 

Die heißen Steine, die das Feuer eingrenzten, luden zu neuen Backideen ein. Kurzerhand wurde aus dem Stockbrot ein Fladenbrot, das auf Sandstein gebacken wurde. Der Vergleich mit dem Märchen  "Frau Holle" und der Pechmarie ließ nicht lange auf sich warten, als manches Brotstück am Rand schwarz verkohlte.

  
 

Satt und zufrieden schauten wir den Kondensstreifen der Flugzeuge am blauen Himmel nach und lauschten den Bienen in den Kastanienbäumen. Hin und wieder flog eine Hexe auf ihrem Besen vorbei und schaute nach dem Rechten, oder zwei verirrte Zombies überprüften die Garzeit des Fleisches. Aber sonst genossen wir alle die friedliche Stimmung und unterhielten uns über Politik, Fußball, Verschwörungstheorien und andere interessante Themen.

 
  
  
 
 
  

  

Bei Laudine wurde ein Lachflash ausgelöst, als wir unsere Sparwitze zum Besten gaben. Wer diese Art der Witze nicht kennt, hier ein paar Beispiele:
"Treffen sich zwei Parallelen."
"Eine Kugel rollt um die Ecke und fällt um."
"Treffen sich zwei Freunde - der eine kommt nicht."
"Treffen sich zwei Unsichtbare. Sagt der eine: lange nicht mehr gesehen!"
"Gelb ist grüner als rot.
(mehr davon hier im Internet)
Und auch Finn trug seinen Teil dazu bei, uns mit Witzen zu erheitern.
So kam es wie es kommen musste, und wir landeten bei Barbaras Rhabarberkuchen:


Unterbrochen wurden wir nur von einem kleinen Mistkäfer.
Nachdem er einen Holzscheit erklommen hatte, über unsere Hände wanderte und wieder ins Gras entlassen wurde, suchte er schnell das Weite. Beinahe wäre es dabei noch zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Ein Kinderfuß hätte den liebenswerten Kerl beinahe flach getreten - dies konnte durch panische Schreie gerade noch so vermieden werden.


Hin und wieder mussten wir  unser gemütliche Position wechseln, da der Schatten wanderte. Suchten wir letztes Jahr noch wegen des Regens Schutz unter den Bäumen, so war es dieses Jahr die Suche nach dem Sonnenschutz.


Diese gelöste Stimmung brachte uns auch gleich auf neue Ideen für zukünftige Aktivitäten. Ein Märchen-Fotoshooting wäre mal etwas Feines! Oder auch ein Basteltag mit dem genialen (wie ebenso geheimnisvollen) "Worbla"-Material. Und, nicht zu vergessen, einen DVD-Tag mit dem Film "Dirty Dancing". Können wir doch nicht zulassen, dass ein Einstig-Mitglied diesen Kultfilm der 80er noch nie gesehen hat.

Dann kam das unausweichliche Aufräumen. Alle halfen fleißig mit und innerhalb von 15 Minuten erinnerte nur noch eine verkohlte Feuerstelle an unser Grillen in dieser idyllischen Natur.
Manche Essensreste spendeten wir den notleidenden Wildschweinen im Pfälzer Wald. Diese freuten sich dann bestimmt, als wir weg waren, über die üppige Mahlzeit.
Dass es wirklich Zeit war zu gehen, zeigte uns dann die Natur auch selbst. Die roten Ameisen hatten wohl genug von unserer Gesellschaft und wehrten sich  mit aller Macht gegen uns Eindringlinge. Sylvie bekam das auf schmerzhafte Art und Weise zu spürten. Nun ja, die kleinen Insekten hatten ja recht, wir waren nur Gast in ihrem Gebiet.

 
 
  

Ein riesiges Dankeschön an Gérard und Brigitte Salmon. Ohne ihre fleißige Vorbereitung und das zur Verfügung Stellen des Grundstückes hätte dieser Tag nie so verlaufen können wie er verlaufen ist. Nämlich rundum gelungen und schön! Danke!

Nach der Aktivität ist aber auch gleich vor der Aktivität. Und so stehen im Juli noch zwei Aktionen an.


Danach ist erstmal eine kleine Sommerpause angesagt, in der Jeder seiner (Urlaubs-)wege geht.
Doch schon in September (sind ja nur vier Wochen) geht es wieder weiter mit:
September 2016: Kostümversteigerung, Karlsruhe
 Leider wissen wir da noch kein genaues Datum. Aber wir halten Euch auf dem Laufenden. Schaut einfach ab und zu hier vorbei.

Derweil planen und organisieren wir die verrückten Ideen, welche uns beim Grillen zugeflogen sind (Märchen-Shooting, Worbla-Basteltag, Dirty-Dancing-DVD-Tag). Falls jemand von Euch mit dabei sein möchte, meldet Euch einfach bei uns. Jeder ist willkommen!

Alles Liebe Eure

Nachtrag: Und wie das Leben manchmal so spielt: heute haben wir auch den Termin für die Kostümversteigerung gefunden. Es ist der 17.09.2016! 

P.S.: Ich übernehme keine Haftung  für die von mir hier verlinkten Seiten!

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