Sonntag, 19. Februar 2017

Wir erklimmen die Kalmit und haben jede Menge Spaß dabei!

Hallo Freunde!

In einem bekannten Pfälzer Lied heißt es:
"Das ist der Wind, Wind, Wind, der Pfälzer Wind, 
der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind.
Die Berge und die Täler, der Wald, oh Pfälzer Land, 
es grüssen deine Burgen, des Rheines Silberband,
du schönes Fleckchen Erde, solang noch weht dein Wind
wirst Du nicht untergehen, wenn wir auch nicht mehr sind."
 http://www.pfalz-lieder.de/106-pfaelzer-wind.html

Und so ließen  wir uns am Wochenende wieder den "Pfälzer Wind" um die Ohren blasen und erkundeten die Berge und Täler des Pfälzer Waldes.


Sylvie hat ein Video gedreht und zusammengeschnitten. Es zeigt Euch in stimmungsvollen Bildern, was wir gestern so erlebt haben. Anschauen lohnt sich, da die bewegten Bilder oft mehr von der einzigartigen Atmosphäre einfangen können, als Worte es beschreiben.
Wer das Video größer oder in besserer Qualität sehen mag, klickt auf den Titel und das kleine Zahnrädchen.

Wir haben schon einige Wanderungen durch die Wälder des angrenzenden Bundeslandes unternommen. Unter anderem waren wir an der Trifelsruhe bei Annweiler unterwegs, haben die Burgruine Neu-Scharfeneck erkundet und haben rund um Bindersbach "Keschde" gesammelt.
Dieses Mal ging die Wanderung zu einem Berg, welchen ich zuvor noch nicht betreten hatte:
die Kalmit!


Aber mit einem ortskundigen Wanderführer sollte das ja kein Problem darstellen. Matthias hat sich akribisch auf diese Tour vorbereitet, und wir begaben uns vertrauensvoll in seine Hände.
Gut gelaunt starteten wir in den Tag, denn auch das Wetter spielte mit. Hatte es die Tage zuvor noch geregnet, so erwartete uns am Samstag zwar bewölktes, aber trockenes Wetter.

Um 10.00 Uhr war Treffpunkt am Wanderparkplatz Breitenberg an der Kalmithöhenstraße. Schon hier waren wir Matthias dankbar, dass er diesen Parkplatz ausgesucht hatte. Lag er doch  immerhin auf über 500 m ü. NN! Das hieß für uns, der Großteil der Steigung war mit dem Auto schon geschafft!
Unser "currywurstsoßenrotes Zwillingsmobil" war aber schon 45 Minuten früher vor Ort, da wir wesentlich weniger Zeit für die Fahrtstrecke gebraucht hatten als wir dachten. Der Parkplatz war noch auto- und menschenleer, und nur die ruhige Natur umgab uns. Wir machten es uns  im Auto gemütlich und fingen schon mal an, unsere Rucksäcke vom Gewicht des Vespers zu erleichtern.


Nach und nach trafen unsere Mitwanderer ein. Wir begrüßten uns herzlich und freuten uns, vertraute Gesichter nach langer Zeit wiederzusehen. Als unsere Gruppe komplett war, ging es los.

  

Wir marschierten durch ein kleines Kiefernwäldchen, immer leicht bergauf bis zu der Hüttenberghütte (eine kleine Schutzhütte). Unterwegs zog die schöne Landschaft immer wieder unsere Blicke auf sich. Am Wegesrand wuchsen unendlich viele Heidelbeer- und Heidekrautbüsche.

  
  
 
  

Die Fernsicht auf St. Martin und Maikammer war leider etwas verhangen. Aber wir konnten es uns gut vorstellen, wie es wohl an einem sonnigen klaren Tag gewirkt hätte.


 
  

Von dort aus begaben wir uns in die Vergangenheit, welche bis zur Eiszeit zurückreichte. Denn das Felsenmeer, das wir durchschritten, zeigte uns durch die bis zu 10 Meter hohen, markanten Felsen eindrücklich, welche Kraft Frostsprengung haben kann. Die riesigen Felsblöcke lagen verstreut im Wald herum. In manchen klafften große Risse und Spalten. Der Wanderweg ging quer hindurch durch dieses beeindruckende Naturwerk. Oft wirkten wir wie Zwerge neben diesen Steinformationen.

  
  
 
  
 
 
 
 

Es ging immer weiter Richtung Kalmit.


Die Kalmit ist mit 672,6 m ü. NHN der höchste Berg des Pfälzer Waldes. Der Name könnte von "kahler Berg" oder "hoher Berg" abgeleitet sein. Ebenso ist es aber auch denkbar, dass es von "sturmumtoste Höhe" kommt.  Darüber sind sich die Forscher nicht ganz einig.  Die Gesteinsschicht  ist um die 251 bis 243 Mio. Jahre alt und besteht aus Buntsandstein.

 

Wusstest Du eigentlich, dass der Name bzw. Begriff  "Pfälzer Wald" noch gar nicht so alt ist? Er wurde erst 1843, als die Pfalz Teil des Königreichs Bayern war, in der zentral liegenden Gemeinde Johanniskreuz von Forstleuten geprägt, die damit die Wälder auf dem Buntsandsteingebiet der Pfalz bezeichneten. Das war mir auch neu!
Aber zurück zur eigentlichen Kalmit-Wanderung ...

Nach einer kurzweiligen Wanderung erreichten wir das Kalmithaus, welches vom Pfälzer Waldverein bewirtschaftet wird.
Schon an der Infotafel studierten wir die Speisekarte, denn eine Wanderung an der frischen Luft macht hungrig. Und so kehrten wir ein und ließen uns zu einer Rast mit einem deftigen Essen nieder.

  
  

1908 weihte der Pfälzer Wald Verein die bewirtschaftete Hütte ein. Durch den zweiten Weltkrieg ging die Hütte in französischen Besitz über und wurde erst 1955 wieder in Betrieb genommen. 1981 gab es eine Gasexplosion, welche den vorderen Teil des Hauses beschädigte. Seit 1983 steht die Hütte nun, so wie sie heute noch ist, auf dem Berg.

  

Wie in den Pfälzer-Wald-Hütten üblich gab es dort Selbstbedienung. Etwas anderes überraschte mich dennoch: die helle und freundliche Einrichtung und das großzügige Raumangebot.

 

Wir bestellten unser Essen und warteten gespannt, bis unser "Piepser" das Signal zur Essensabholung gab. Kaum dass dieser hektisch rot blinkte und vibrierte, gingen wir eiligen Schrittens zur Theke.

  
  

Leider war auch hier auf dem Berg die Aussicht etwas getrübt, und wir konnten statt einer "Fernsicht" nur eine "Kurzsicht" genießen.


Weiter ging es. Zu unserer Verwunderung liefen wir erst einmal etwas bergab. Nach dem reichhaltigen Essen und den Getränken war dies ein willkommener Einstieg auf das nun Folgende.

 

 
  

Es ging bergauf zur "Hohen Loog Hütte".

  

Auch von hier aus wäre der Ausblick sicher grandios gewesen. 


Wir kehrten ein und ließen uns Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen schmecken. Auch dieses Haus war erfreulich hell eingerichtet und bot jede Menge Platz.

 
 

So langsam näherte sich unsere Wanderung dem Ende. Der Rückweg führte uns erst wieder in Richtung Kalmit und dann unterhalb der Kalmithöhenstraße zurück zum Parkplatz.

 

Dort war es dann an der Zeit Abschied zu nehmen. Abschied von einer tollen Gegend, die wie geschaffen ist zum Wandern. Abschied aber auch von unseren Weggefährten und unserem Wanderführer.
Müde, aber glücklich und zufrieden kehrten wir heim.

  

Sylvie hat die Wanderung fleißig mit Komoot aufgenommen. Dort könnt Ihr unsere Wanderstrecke mit Höhenmetern und Fotos betrachten. Gerade wer diese Wanderung nachlaufen möchte, kann hier Details erkennen und sich so darauf einstellen.  "PFALZ: Kalmit, Felsenmeer und Hohen Loog bei Maikammern, 18.02.2017".


Die Wegstrecke war ca. 9,8 km lang und wir haben dabei ungefähr 285 Höhenmeter überwunden. Doch davon merkten wir nichts, da es eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Wanderung war.

Ich danke Matthias von Herzen für die tolle Vorbereitung! Die Erinnerung an "Fleschknepp" wird mir ebenso im Gedächtnis bleiben wie die beeindruckende Gegend, und dass hier echt jemand von ganz unten bis ganz oben hochjoggen kann (und das auch freiwillig tut)!  Wir waren eine lustige Gruppe und freuen uns schon auf weitere gemeinsame Wanderungen.


Wer Lust hat, auch etwas mit "Einstig" zu unternehmen, ist herzlich eingeladen dabei zu sein!
Rechts in der Rubrik "Kommende Aktivitäten" seht Ihr einen Überblick, was in nächster Zeit so bei uns ansteht. Melde Dich einfach bei uns!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und auf die nächsten Aktivitäten.



Infos von:
Matthias Schwall
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalmit
https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Pf%C3%A4lzerwaldes
http://www.pfalz-lieder.de/106-pfaelzer-wind.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4lzerwald
http://www.kalmithaus.de/
http://www.pwv-hambach.de/index.php/hohe-loog-haus
http://www.pfalz-lieder.de/106-pfaelzer-wind.html

(keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben und die Inhalte der verlinkten Homepages)

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