Sonntag, 8. April 2018

Der Bodensee ruft - und wir folgen diesem Ruf nur zu gerne nach Sipplingen und Meersburg!

Hallo liebe Einstig Freunde,
jetzt wurde es aber Zeit endlich mal wieder loszulegen! Der letzte historische Einstig-Ausflug an den Bodensee lag schon viel zu lange zurück.

Und so waren wir schon eine Woche zuvor ganz aufgeregt. Wir hatten zwei Ziele zur Auswahl, doch welches es nun letztlich wurde, das entschied sich ganz spontan nach Wetterlage.
Es wurde die Burgruine Hohenfels bei Sipplingen mit anschließender Weiterfahrt nach Meersburg.

Sylvie hat für Euch die Höhepunkte des Tages in einem tollen Videoclip zusammen gefasst.
Ihr könnt also, sowohl in den  bewegten Bilder des Videos, als auch in dem Bericht hier, nach verfolgen wie unser Tag war und was wir alles erlebt haben.
(Wer das Video in besserer Qualität oder größer sehen mag, klickt einfach auf den weißen Titel und wird direkt zu Youtube weiter geleitet)

Wie immer fuhren wir schon früh morgens los, um möglichst viel von dem Tag zu haben und jede Minute auskosten zu können. Die Autobahn war wenig befahren und das Wetter strahlend schön. So führen wir einem sonnigen Tag entgegen. 

Nach unserem obligatorischen (und traditionellen) Stopp bei der Autobahnraststätte Hegau, ging es weiter Richtung See.
 
  

Dieses Mal orientierten wir uns Richtung Sipplingen.
Sipplingen ist eine Gemeinde die am Nordufer des Überlinger Sees liegt. Archäologische Fundstellen weisen auf eine Besiedlung bereits in der Stein-, Jungstein- und Bronzezeit mit Pfahlbausiedlungen hin. Untersuchungen datieren die erste Siedlung auf exakt 3919 v. Ch. (* 1)

Doch nicht Sipplingen an sich war unser Ziel, sondern eine Burgruine oberhalb der Gemeinde.
Dort lockte ein Wanderweg, welcher im Internet immer wieder mit "den schönsten Aussichten am Bodensee" warb. Na, das konnten wir uns doch nicht entgehen lassen.
Der Weg erwies sich zudem als "geologischer Lehrpfad". So konnten wir, bei dem zugegeben recht steilen Aufstieg, nebenher noch allerlei wissenswertes über die Entstehung der Umgebung erfahren. Wir liefen  durch ein urzeitliches Meer und  ein Gebiet in dem vor Millionen von Jahren die Kontinente aufeinander prallten.
  
  
Zielsicher führte uns Sylvie mit ihrer Komoot-App die Waldwege entlang.
Falls Ihr Lust habt, könnt Ihr Euch hier die Aufzeichnung des Weges anschauen. Einfach dem Link folgen und etwas nach unten scrollen. Dort gibt es dann viele Infos zu sehen. Unter anderem die Wegstreckte, Entfernung, Höhenmeter usw..: https://www.komoot.de/tour/28927462?ref=wtd-fb
 
Wir erreichten die erste Etappe: Die Ruine Hohenfels.

Hohenfels, auch "Alt-Hohenfels" genannt ist die Ruine einer Spornburg und liegt über der Gemeinde Sipplingen.
Spornburg deshalb, weil bei der Ruine eine besondere geografische Lage vorliegt. Im Gegensatz zu anderen Burgen liegt eine Spronburg nämlich nicht auf dem Gipfel eines Berges oder an dessen Hang. Sie liegt auf einem Bergsporn, einer nach mindestens zwei Seiten abfallender Geländeformation unterhalb der Bergkuppe. (*2)

Hohenfels liegt auf 598 m ü. NN und somit kann man die Bodenseeregion sehr gut von oben überblicken.

Alt-Hohenfels gehörte um 1150 bis 1190 zu den Herren von Hohenfels. Aber erst im Jahr 1191 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung eines Konstanzer Domherren Burkhard von Hohenfels.


Nach einer wechselhaften Geschichte wurde die Burg 1641 zerstört und ist sei dem dem Verfall preis gegeben. Entsprechend erinnern nur noch wenige Mauern an das ehrwürdige Gebäude. (* 3)
  
Eine Hinweistafel klärt über die historischen Hintergründe der Burg auf. Ebenso wird dort die Sage vom Edelfräulein Hildegard beschrieben.
Hildegard war eine herzensgute und wohltätige Frau. Allerdings war sie, der Legende nach, keine Schönheit. So hatte sie, satt einer wohlgeformten Nase einen Schweinerüssel im Gesicht. Diese Anomalie veranlasste sie dazu aus einem silbernen Tröglein zu essen.

Weiter gingen wir unseres Weges zum Höhengasthaus Haldenhofen.
Auch dieser hat eine  Geschichte vorzuweisen.
In frühsten Urkunden wurde der Hof "uff der Halden" genannt und 1441 erstmals erwähnt. Er gehörte zur Burg Hohenfels und diente als Wirtschaftshof .
Die heutige Höhengaststätte diente schon als Spital. Im 19. Jahrhundert erwies sich der Haldenhof zusehends als beliebtes Ausflugsziel mit grandiosen Blick auf den See. So entwickelte sich die heutige Gastronomie heraus. (*4)

  
Da wir nicht den Drang hatten in die Gaststätte einzukehren, genossen wir nur den schönen Ausblick und weiter ging es des Weges.
 
Der Rückweg führte uns über Wiesen und durch Bärlauchwälder immer abwärts Richtung Sipplingen.

 
Am Auto angekommen  fuhren wir weiter nach Meersburg.
Meersburg unsere geliebte Kleinstadt am Bodensee. Wenn Ihr oben im Menü unter "Vergangenes" schaut, werdet Ihr merken, dass es uns immer wieder in dieses historische Städtchen mit seinen altertümlichen Gassen lockt. Aber auch die Burg an sich und der wunderschöne Ausblick auf den See zieht uns immer wieder in seinen Bann.

Wir parkten, wie schon so oft, auf dem Parkplatz "Töbele", welcher etwas oberhalb der Stadt liegt und einen wunderbaren Ausblick auf den See bietet. Von dort ging es durch die Weinberge Richtung Innenstadt.
So klar das Seewasser auch ans Ufer plätscherte, so diesig war doch die Fernsicht. 
 
  
 

Immer wieder beeindruckt uns die Meersburg. Die stattliche Burg, inmitten der Gassen, ist ein wahrlich imposanter Blickfang.
 
 
Wie die alte Burg, so gehört auch das "Neue Schloss", der Zeppelin und die Fachwerkhäuser zu Meersburg einfach mit dazu.
  
Wer mehr über die geschichtliche Vergangenheit von Meersburg erfahren möchte, kann dies in unserem Blogbeitrag vom 12. April 2015 nachlesen: Hinauf auf die Burg, hinab an den See - ein Tag IN Meersburg und AUF der Meersburg

Nachdem wir einige Stunden in Meersburg verbrachten, zog es uns weiter zu einem Aussichtspunkt, welchen wir ebenfalls schon öfter angesteuert haben.
Er zeichnet sich durch den wunderschönen Weg durch die Weinberge ebenso aus, wie durch die Ruhe, die er ausstrahlt.
  
Die Kriegsgräberstätte Lerchenberg liegt zwischen Meersburg und Hagnau und ist über den Höhenweg zu erreichen. Es ist ein Soldatenfriedhof auf dem 69 deutsche Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg ihre letzte Ruhe fanden.

 
Schon von weitem ist das große Kreuz, welches über der Gedenkstätte wacht, zu sehen.
Die Sicht über den Bodensee ist von dieser Stelle aus grandios. Wendet man sich nach rechts, sieht man Meersburg. In die entgegengesetzte Richtung ist Hagnau zu sehen. Je nach Wetterlage lassen sich die mächtigen Alpen und das gegenüberliegende Ufer sehr gut erkennen.
 

Selbst an gut besuchten Tagen überkommt die Besucher dieser Stätte eine ruhige und friedliche Atmosphäre und es ist einfach nur "genießen" angesagt.

So neigte sich unser Bodensee Besuch mit diesem tollen Seeblick dem Ende zu.

Zum Abschluss folgte ein kurzer Halt am Brunnen beim Meersburger Wetterkreuz um die Trinkflaschen aufzufüllen.
 
Während der Heimfahrt schwelgten wir in Erinnerungen an diesen schönen Tag. Und uns wurde einmal mehr bewusst: Genieße solche Tage, Du weißt nie, was Dich in der nächsten Minute erwartet!
  


Bevor ich Euch  jetzt Tschüs sage, möchte ich Euch  etwas neugierig machen, wieder hier in diesen Blog vorbei zu schauen! Denn schon am kommenden Wochenende findet die nächste Aktion mit Einstig statt. Freut Euch auf tolle Bilder eines fantastischen Fotoshooting.

Eure


Quellennachweis:
 (* 1) https://de.wikipedia.org/wiki/Sipplingen
(* 2)  https://de.wikipedia.org/wiki/Spornburg
( * 3) https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenfels_(Sipplingen)
( * 4) https://www.gasthaus-haldenhof.de/informationen/geschichtliches/
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1 Kommentar:

  1. tolle Aufnahmen, Bodensee ist immer einen Anziehungspunkt

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