Dienstag, 24. April 2018

Fantasy-Shooting : Von Licht und Dunkelheit

 ** Achtung, fotolastiger Beitrag **

Eigentlich sollte es diesen Blogbeitrag über unser Fantasy-Fotoshooting schon seit November letzten Jahres geben. Aus verschiedenen Gründen mussten wir das Treffen jedoch bereits zweimal verschieben, und holten es nun endlich nach - passend zu unserem vierjährigen Einstig-Jubiläum. Da musste der Tag doch einfach unter einem guten Stern stehen.

Letzten Sommer hatten wir die Ruine der Kapelle St. Barbara als Fotolocation kennen und schätzen gelernt. Nach vielen Bildern mit strahlendem Sonnenschein und Wiesen im sattem Grün wollten wir eigentlich im November die kahlen Bäume als Hintergrund nutzen. Wirklich kahl waren die Äste aber nun doch nicht mehr, und die Sonne schien in Perfektion - von düsterer, geheimnisvoller Herbst-Stimmung keine Spur.

Aber zunächst einmal etwas zu unseren Kostümen. Dann wird auch klar, weshalb ich im Post-Titel von Licht und Dunkelheit spreche. Denn wir stellten Gut und Böse dar - ein heller Engel des Lichts, ein gefallener Engel und eine Königin mit dunklen Absichten.

Dani über ihr Kostüm:

Mein Kleid ist von der Kostümversteigerung des Badischen Staatstheaters 2011. Es war in dem Stück "Die Schneekönigin" zu sehen. Bei der Versteigerung habe ich zugeschlagen und für 60 Euro alle Mitbieter hinter mich gelassen. 3 - 2 - 1 - meins!
Ich hatte das Kleid bisher für kein Shooting an, sondern nur mal zu einer Faschingsfeier im Kindergarten. Als nun Romina auf die Idee kam, ein "Schwarz-Weiß"-Shooting zu machen, habe ich meinen Kostümschrank durchgewüht und bin wieder auf dieses Kleid gestoßen. Romina als schwarzer Engel und ich das Gegenteil in Weiß.
Gesagt getan, die Idee verfestigte sich. Ich habe das Kleid aus dem Schrank gekramt und erst einmal festgestellt, in welchem dreckigem Zustand es war. Also musste es ab in die Badewanne zum Waschen. Gar nicht so leicht bei so einem riesigen Gewand mit Unterröcken aus Tüll und Flügelärmel.

  

Mit einem Kleid war es jedoch noch nicht getan. Auch wenn die Ärmel schon sehr an Flügel erinnern, sollten noch richtige Flügel her. Und so stimmte ich mich bei der Kaufentscheidung mit Romina ab. Für sie ein Paar Flügel in Schwarz und für mich in Weiß.
Zusammen mit der Perücke vom "Märchenshooting" war dann mein Outfit komplett.

Als Accessoires suchte ich dann noch alle möglichen Sachen zusammen, die ich mir vorstellen konnte. Von der Wahrsagerkugel aus dem "Magieshooting" bis hin zu losen Federn, meinen Dolchen und Rauchtabletten, welche ebenfalls schon einmal bei eine Shooting zum Einsatz kamen.So gerüstet konnte es los gehen!

Über mein Kostüm:

Zu meinem Kostüm bin ich dieses Mal ganz zufällig gekommen. Vor einiger Zeit überließen mir Dani und Sylvie blauen Stoff, der offenbar einmal Teil eines Theatervorhangs oder Ähnliches gewesen war. Meine erste Assoziation beim Anblick des königsblauen Stoffes war das "Trauerkleid" von Königin Ravenna aus "Winter's War" - der zweite Teil des Films, aus dem mein schwarzes Vogelschädelkleid stammt. Dann kam das große Aber: Es war nicht übermäßig viel Stoff. Zudem war das Originalkleid aus einem weich fließenden, schimmernden Material. Dies hier war ein schwerer Samtcord, da würde nichts fließen. Darüber hinaus ist das Kleid nur einige Sekunden im Film zu sehen - Wiedererkennungseffekt gleich Null. Und zu guter Letzt mochte ich das Kleid zum damaligen Zeitpunkt nicht besonders, und die Königin trägt dazu eine etwas seltsam anmutende Kopfbedeckung. Kronen sind mir fürs Cosplay lieber. ;-)
"Perfekte" Voraussetzungen, sich gleich an das Kleid zu setzen, nicht wahr? Und genau das tat ich. Zunächst versuchte ich mich an der Schleier-Haube, dann ging es ans Kleid. Es war kein Spaß, den steifen, fusselnden Stoff zu vernähen. Wenn ihr mal irgendwo königsblaue Fusseln seht - mein Kleid war wahrscheinlich da. ;-) Bei diesem Projekt schien sich alles verschworen zu haben. Aber es sollte wenigstens zu einem tragbaren Ende gebracht werden. Da man das Kostüm von hinten im Film eh nicht sieht und meine Version allein durch den Stoff schon nicht "originalgetreu" ist, erlaubte ich mir die Freiheit, dort mit goldenem Stoff zu spielen. Meine Assoziation waren Käferflügel, die der Charakter im ersten Film an mehreren Kostümen trägt (die aber in der endgültigen Version nicht zu sehen sind). Also "kreative Freiheit" mit Filmbezug. ;-) Letztendlich freundete ich mich mit dem Kleid dann doch noch soweit an, dass ich es für Fotos tragen wollte.
Und warum "Trauerkleid"? Weil die Königin es zum Begräbnis ihres Mannes in der Kirche trägt. Wenn man bedenkt, dass sie aber alles andere als trauert, passt die königsblaue Farbe des Kleides sehr gut.


Das Shooting:

Zur Abwechslung fuhren wir dieses Mal erst zur Mittagszeit zur Kapelle. Ein wenig befürchteten wir, dass zu dieser Uhrzeit sehr viele Spaziergänger und Wanderer unterwegs sein würden. Unsere Angst war aber völlig unbegründet, es war erstaunlich wenig los. Und die Handvoll Wanderer, die uns dann doch begegneten, waren äußerst nett und angetan von unseren Kostümen. Wie immer stand Sylvie hinter der Kamera und drückte fleißig den Auslöser. Aber auch wir anderen griffen immer mal wieder zum Fotoapparat und genossen einen produktiven, aber auch sehr lustigen Nachmittag.

   
 

 
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Und  nun lasse ich die Fotos sprechen. Dani und Romina hatten sich für ihr Engel-Thema Bilder in Schwarz-Weiß vorgestellt und diese Idee auch in die Tat umgesetzt.

    
 
  

 
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 Selbstverständlich haben auch dunkle Engel und böse Königinnen viel Spaß, und so entstand wieder das eine oder andere Quatschfoto:

Cheeeese!
     

Das Feuer-Papier macht, was es will ... und die Engel auch:
Beinahe Danis Kleid verbrennen ...
... oder sich aus dem Staub machen, bevor die Fotografin den Auslöser drücken kann!
Skeptisch gucken können sie ja, die Engel ...
Und der teilnahmslose Blick klappt auch! "Ja, ganz nett das Feuerchen ... Gibt's auch was Spannenderes?"
Unser Business-Engel :-)


Wie immer hat Sylvie auch ein Video zum Shooting erstellt:





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